Hallo hallo,
ist ja schon wieder ein bisschen her seit dem letzten Eintrag.Damals war unklar, wo wir nach Taupo hinfahren.Wir haben uns einfach der Masse angeschlossen und sind in Richtung Westen nach New Plymouth gefahren.
Die Fahrt von Taupo nach New Plymouth dauerte ca. 7 Stunden.Wenn man bedenkst dass wir nur ca. 250km weit fahren mussten könnt ihr euch sicherlich vorstellen, mit welchem Tempo wir unterwegs waren. Die Route nach New Plymouth führte uns über den Forgotten World Highway.Wer sich jetzt eine Autobahn aus Deutschland darunter vorstellt, sollte sich nochmal ein paar Sätze zurückerinnern.die Betonung liegt auf FORGOTTEN WOLRD!
Also, im Konvoi von 3 Fahrzeugen gehts über ungeteerte Schotterstraßen nach New Plymouth.
Ich weiß nicht ob ihr das flüssig zum laufen bringt.Mein Computer hat wahrscheinlich zu wenig Leistung um ein HD-Video ruckelfrei zu zeigen.
Der “Highway” ist ca. 50 oder 60 km lang, größtenteils unbefestigt und führt durch den Whanganui National Forest Park.Die Fahrt war besonders spannend, denn zu dem Zeitpunkt hat es ungefähr seit einer Woche ununterbrochen geregnet. Überall auf der Straße lagen Steinbrocken, die von den steilen hängen vor kurzem heruntergestürzt sind, teilweise sogar in Kleinwagengröße.
Naja…Nach langer langer Reise und einer mehr oder weniger kleineren bis mittleren Panne bei der argentinisch-französischen Fraktion (Motor überhitzt, weil beim nachfüllen des Kühlwassers vergessen wurde, den Deckel wieder drauf zu machen) kamen wir im dunkeln an einem schönen Strand an.
Nach ungefähr eineinhalb Wochen wendete sich das Wetter zum besseren.Man muss sagen,dass wir mit dem Wetter enormes Glück hatten.In 7 Wochen nur 2 mal tagsüber Regen, sonst immer nur nachts.Wie dem auch sei, es ist unglaublich schwer, nasse Sachen im Bus zu trocknen, wenns draussen schüttet wie aus Kübeln.Trotzdem gibt es ein oder zwei Regenfreie Momente in denen man sich mal aus dem Camp wagt, weil sich die Sonne zeigt.
So langsam ist das Wetter wieder besser geworden und obwohl es, wie schon erwähnt, eine Woche durchgeregnet hat, ist es kein Problem ein Feuerchen zu machen.Sehr gemütlich und gleichzeitig auch eine billigere Alternative zum Gaskocher.
Außerdem wärmt es schön, wenn bei Vollmond der kalte Meereswind auf das Land peitscht.
Der alles dominierende Vulkan der Region Taranaki, der Mt.Taranaki oder Mt. Egmont war aufgrund des schlechten Wetters unsichtbar.Wir haben uns überlegt den ca. 2500m hohen Berg zu besteigen, an einem,laut Vorhersage schönem Tag, dem Donnerstag.Die Tour auf dem Gipfel dauert ungefähr 8 Stunden und wird als schwierig eingestuft.Voller Motivation sind wir am Mittwochabend früh ins Bett gegangen, am Donnerstag Morgen um 9 Uhr aufgestanden und beschlossen, den schönen Tag am Strand zu verbringen.
Trotzdem, der Berg macht schon Eindruck.
Angesichts der Tatsache, dass schon über 60 Leute bei dem Versuch den Berg zu besteigen, drauf gegangen sind, aufgrund von plötzlichen unberechenbaren Wetterumschwüngen, wäre unser Vorhaben vielleicht auch etwas riskant gewesen.
Natürlich haben wir auch hier Weihnachten gefeiert.Haben uns mal wieder richtig schön in einem Restaurant bekochen lassen.Danach gabs zuhause Bescherung.
Sing gestern schon in Wellington angekommen.Wir werden uns die Hauptstadt ein bisschen genauer ansehn und am 30.12 um 8:00 übersetzen.Sind über Nacht Seekrank geworden, denn wir stehen hier auf einem Parkplatz direkt am Meer und der Wind hat unser Auto die ganze Nacht durchgeschüttelt.
Wir wünschen euch nachträglich frohe Weihnachten, Feliz navidad, Joyeux Noël und Veselé Vánoce
Noch fröhliches Weihnachten