Hallo,
ja…ist schon lange her seit dem letzten Eintrag. Es ist sooo viel passiert, ich weiß garnicht wo ich starten soll.Am besten alles mal von Anfang an.
Wir haben ja einige Zeit bei Paul, dem schweizer Bauern verbracht.Leider leider hat er keinen Job für uns gefunden.Aber na gut, was solls…wir durften sein komplettes Haus nutzen, duschen und essen, Bier trinken und …FERNSEHN.Paul hat eine riesen DVD Sammlung und da wir seit über 3 Monaten nicht mehr fern gesehen haben, haben wir das voll ausgenutzt und viele Videoabende gemacht.
Nach ca. 6 Tagen und ohne Aussicht auf Arbeit haben wir uns auf den Weg nach Otago gemacht, wo alles mögliche von ein bis Aprikosen angebaut wird.
Kaum haben wir aus unserem “Hotel” ausgecheckt, wurde Milli krank und lag ca. 4 Tage komplett flach, was alles etwas zeitlich verzögert hat. Durch viel Pflege und noch mehr Tee wurde es bald besser und wir konnten unsere Suche nach Arbeit fortsetzten.
Ich weiß gar nicht wie viele Platagen wir abgeklappert haben, es waren bestimmt 30 oder sogar mehr, alle haben uns wieder weggeschickt.
Nach ein paar Tagen sind wir dann, mehr oder weniger deprimiert nach Cromwell weiter gefahren um Sven, auch aus Regensburg ( ein paar von euch kennen ihn bestimmt) zu treffen.
Es ist schon komisch, eine bekannte Person aus der Heimat am anderen Ende der Welt zu treffen und ich denke, das Universum wollte diese Begegnung nicht gut heißen, denn kaum fährt man 100 m auf der Straße im Konvoi, bin ich ihm auch schon schön in den Kofferraum gerauscht. Unsere kleine, bis dahin fast “makellose” Tracey hat jetzt eine unschöne Beule auf der Schnauze, was natürlich den Wiederverkaufswert etwas senkt .
Zum Glück laufen beide Autos noch.Svens Heckklappe ließ sich danach nur noch durch erhebliche Gewalteinwirkung öffnen.Aber dank seinen Bemühungen (an dieser Stelle, Sven, falls du das mal ließt, herzlichen Dank nochmal!) konnte der Schaden mit 100$ und einer Kiste Bier behoben werden.Unsere Beule wird wahrscheinlich drin bleiben^^….
Da sich in Cromwell die Opossums auf die Straße legen um der Langeweile dort zu entgehen, sind wir weiter nach Queenstown gefahren.Dort haben wir Jessie und Daniel, sowie Sören (ich weiß nicht ob ich ihn schonmal erwähnt habe, ihn und seinen Kumpel, der im Moment auf den Fidschis ist, haben wir in Takaka getroffen) wieder getroffen.Queenstown erinnert mich irgendwie an einen österreichischen Skiort, also gut zum Party machen mit atemberaubender Kulisse.
Das haben wir auch zwei Tage gemacht und haben dabei viele nette Leute kennengelernt.
Zum einen verrückte Einheimische, die wie wir festgestellt haben, nicht immer ganz legal ihren Lebensunterhalt verdienen, trotzdem aber unglaublich nett waren.
Sören (aka Bourbon) und Anne Isabelle und Steve
Nach so einer langen unglaublich spaßigen Nacht möchte man eigentlich ein bisschen länger schlafen.Leider war uns das nicht vergönnt, denn das Anruf hat uns aufgeweckt.
Wir haben in Cromwell einen Job bekommen.Fruitpicking für 2 Wochen.Also sind wir wieder zurück gefahren, um dort ein bisschen zu schuften.
Das tolle am Früchte pflücken ist, dass man so viel Früchte essen kann wie man will.
Milli durfte Pfirsiche pflücken, ich Aprikosen.
Um die Früchte in den Baumkronen zu erreichen durfte ich diesen Traktor fahren.
Das hat wirklich Bock gemacht, das Ding war unglaublich alt und klapprig.
Leider leider kam am zweiten Tag unser Boss zu uns und hat verkündet, dass die Früchte bei den kalten Nächten nicht so schnell reifen wie erwartet, deswegen gäbe es nichts mehr für uns zu tun.Tja, so ist das Leben…
Also haben wir uns kurzerhand unserem Freund Sören angeschlossen, der am Donnerstag losfährt Richtung Milford Sound. Und hier sind wir nun, wiedermal von Sandflies geplagt, bei einer Bootstour durch den Sound.
Sören( ein wenig geplagt von einer Erkältung) Milli und ich vor der Abfahrt
Milford Sound, so wie man ihn an 200 Tagen im Jahr sieht
Der Cruise hat uns unglaublich gut gefallen.Wir haben wiedermal Seelöwen gesehen, leider keine Delphine.
Außerdem, für die Filmkenner unter euch, hier paddelt Frodo mit seinen Gefährten im Kanu im ersten Teil entlang, vorbei an riesigen Steinstatuen.
Und das wichtigste zum Schluss.
Anna, ich wünsche dir nachträglich einen schönen Geburtstag.Leider kann ich wahrscheinlich nicht anrufen, da kein Netz hier.Ich versuchs trotzdem irgendwie
P.S.:
Im Moment sind wir noch in Milford.Morgen müssen wir wieder zurück nach Cromwell um am Montag erneut auf einer Plantage zu arbeiten.Diesmal wurde uns hoch und heilig versprochen für mindestens zwei Wochen Arbeit für uns zu haben.
Also ihr hört von uns
P.P.S.:Uns ist wieder viel passiert in den letzten 24h.Das gibts im nächsten Update.