Hallo,
das ist ziemlich sicher das letzte mal, in dem ich etwas über Neuseeland aus Neuseeland schreibe.Ich weiß nicht wo ich genau anfangen soll, am besten vielleicht mit den Möglichkeiten die ich im letzten Eintrag aufgeführt habe, wie wir die letzten paar Tage in NZ verbringen.
Wir haben uns für keine von den 3 Entschieden.Von Dunedin, wo wir unser Auto verkauft haben, sind wir mit Lennart und Aki die Ostküste aus in Richtung Norden gefahren.Die erste Station war Moeraki.Dort haben wir uns, da wir ja jetzt sozusagen obdachlos waren, in eine kleine gemütliche Cabin auf einem Campingplatz eingemietet, nahe der Moeraki Boulders.Uiiii….das erste richtige Bett seit….ach ich weiß gar nicht mehr…4 Monaten?Herrlich wie die Götter haben wir geschlafen.Leider viel zu kurz denn auschecken musste man gegen 10,danach auf zu den Boulders.
Der Legende zufolge hat ein Kriegsschiff das Land beschossen und als die Kanonenkugeln an Land trafen wurden sie sofort zu Stein.
Wenn ich mich nicht täusche verbrachten wir die nächste Nacht im Zelt am Meer im Windschutz des Busses.Am nächsten Tag sind wir dann Landeinwärts nach Wanaka gefahren, wo Aki sich noch schnell aus einem Flugzeug stürzen wollte.Bei herrlichstem Wetter!Der Gurt saß auch schön eng, kann eig. garnichts mehr schiefgehn!!!
In Wanaka haben wir es uns auch ein bisschen gemütlich gemacht, zwar teilweise auf den Vordersitzen und zu dritt im Bett aber man hat sich ja an so einiges gewöhnt.
IN Wanaka trennten sich dann unsere Wege, Akis und Lennarts sowie Marians und Felix`s Weg (die natürlich immer mit dabei waren) führte sie an die Westcoast.Wir haben uns entschieden, wieder nach …..Spannnnnnung….Cromwell zu gehn.
Ja, Cromwell, wer einmal die herrlich, süßliche Luft dieses Örtchen geschnuppert hat will dort nicht mehr weg.
Nein, wir sind schlicht und einfach nochmal nach Cromwell, denn auf dem Vineyard konnte man günstig unterkommen und ggf. auch noch ein bisschen Geld hinzuverdienen…
Die Jungs haben uns also in Wanaka rausgelassen und wenn man kein Auto hat muss man per Anhalter fahren.Glücklicherweise war an dem Tag, den wir uns zum Trampen ausgesucht hatten, ein riiiieeeesiger Regenschauer nach dem anderen.Aber wir kamen an, zwar klatschnass, aber das war nach einer warmen Dusche auch schon fast vergessen.Die erste Nacht im Zelt, war arschkalt, 2-3 grad.Danach sind wir in die kleine Hütte umgezogen.
Am Mittwoch haben wir uns dann auf in Richtung Christchurch gemacht.Urspünglich war geplant auch wieder zu trampen, die Faulheit hat gesiegt oder vielleicht war das Unterbewusstsein immer noch ein wenig “nass”, also haben wir uns für den Bus entschieden.
Mt.Cook von der anderen Seite
Lake Tekapo
Irgendwann sind wir dann auch mal in Christchurch angekommen und waren erstmal ein bisschen…ja erstaunt über die Lage dort.Wirklich viel von dem Erdbeben bzw. dessen Auswirkungen bekommt man nicht zu sehen hier und da mal ein eingestürztes Gebäude.Erstaunt hat uns allerdings, dass das Zentrum immer noch von Soldaten und schweren Fahrzeugen abgeschirmt wird, und die derzeitige Unterkunftslage miserabel ist.Die meisten Hostels haben zu, nur wenige sind offen bzw. sicher und die sind voll ausgebucht.Wir konnten einen Platz ergattern, in einem alten Gefängnis.
Unser Zimmer für die nächsten Tage^^
Heute haben wir, da das der letzte Tag für uns in NZ ist, uns gedacht, machen wir doch noch den TranzApline Trail und da Aki gestern eh von Greymouth an der Westküste schnell vorbeigeschaut hat mit dem Zug und so begeistert war, sind wir mit zurück gefahren.
Der Zug fährt von Christchurch an der Ostküste nach Greymouth an der Westküste.Die 231km lange Strecke führt einen durch die Canterburry Plaines über den Arthur`s Pass ( die höchste Stelle) durch die Southern Alps und durch Regenwald.
Für die Statistik:
Dauer in Neuseeland: 2.11.10-2.4.11
Geflogene Kilometer: ca.21000
Gefahrene Kilometer: ca.10300
Polizeikontrollen: 3
Sandfliestiche: Millionen mal Millionen
Kalte Duschen: dutzende
Geschossene Fotos: 7679 (freut euch!)
Spaghetti mit Tomatensoße: unzählbar
Reperaturkosten (alles für Auto): ca. 830$
Rugbyspiele besucht: 1
In richtigen Betten verbrachte Nächte: unter 14
In Hostels geschlichen um zu duschen: mehr als 50 mal
Gecampt obwohl Camping strikt verboten war: Immer
Vom Campingplatz geflüchtet: 2 mal
Reifenpanne: 1
Gesammeltes Geld auf Subway Karte: 4,20$
Gegessene Knoblauchzehen: geschätzte halbe Tonne
Zerstörte Coffee plunger: 2
Beim Einkaufen noch einmal zum Eingang gerannt wegen vergessenem Korb: 12 mal
Gefahrene Kilometer auf Schotterstrasse: zu viele
Am Arsch der Welt gewesen: zu oft
Nach Handyempfang gesucht: viel zu oft
Tolle Leute kennengelernt: bestimmt tausende…
Tja, jetzt fällt mir nichts mehr ein.Unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist.Ein bisschen hat man schon das Gefühl, was verpasst zu haben oder zu wenig Zeit zu gehabt zu haben.Auf der anderen Seite liegt auch noch ein echt spannender Teil vor uns, dessen Wert wir wahrscheinlich heute Abend noch nicht anerkennen.
An dieser Stelle nochmal ein großes DANKE an die Jungs aus dem Pott, die uns und unsere Wünsche die Tage ertragen haben und ihr mobiles zuhause mit uns geteilt haben sowie das Zelt etc…Bis in Deutschland, will beim Wurst und Durstexpress CPM essen und beim BVB rumgrölen und all das ganze andere Zeug, das wir uns vorgenommen haben…
Also, das wars mit Neuseeland, viel sehen wir nichtmehr, wenn das Wetter passt vielleicht ein bisschen was aus der Vogelperspektive.
Wir melden uns wieder vom Inselparadies Fidschi
Bis bald, in Wehmut,
Milli und Basti